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27.07.2016

Lungenkrebszentrum erfolgreich erstzertifiziert

Das Lungenkrebszentrum des Katholisches Klinikums Koblenz · Montabaur ist von der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich erstzertifiziert worden. Aus dem Auditbericht: „Das Lungenkrebszentrum Koblenz baut auf den etablierten und eng kooperierenden Abteilungen Thoraxchirurgie und Pneumologie des Katholischen Klinikums auf. (…) Die medizinische Expertise und Organisationsstruktur der Pneumologie und Thoraxchirurgie ist besonders aufgefallen.“

Lungenkrebszentrum erfolgreich erstzertifiziert

Die Zertifizierung zum Lungenkrebszentrum ist das Ergebnis einer langjährigen, intensiven, vertrauensvollen und interdisziplinären Zusammenarbeit aller medizinischen Fachdisziplinen, die mit der Behandlung von Patienten mit Lungentumoren vertraut sind: Pneumologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Psychotherapeuten, Thoraxchirurgen und Palliativmedizinern. Seit fast zehn Jahren trifft sich dieser Kollegenkreis wöchentlich, um gemeinsam seine Patienten zu besprechen und die besten Therapieoptionen zu erarbeiten. Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums Mittelrhein hat sich nun das Lungenkrebszentrum der Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft gestellt. Die Zertifizierungskommission hat ein gut organisiertes Netzwerk von Spezialisten vorgefunden, die allesamt die hohen Anforderungen, die die Deutsche Krebsgesellschaft an ein Lungenkrebszentrum stellt, erfüllen.
 
Mit der Zertifizierung geht auch ein lange gehegter Wunsch der beiden Chefärzte Dr. Wolfgang Neumeister und PD Dr. Martin Hürtgen in Erfüllung. Seit Jahren hatten sie die Strukturen vorbereitet und geschaffen, die für ein Lungenkrebszentrum unverzichtbar sind, aber vielen Patienten gar nicht auffallen - wie beispielsweise eine kompetente psychoonkologische Betreuung, eine speziell auf die Lungenkrebspatienten zugeschnittene sozialmedizinische Beratung oder auch das Angebot einer Raucherentwöhnung.  
 
Was unterscheidet nun ein Lungenkrebszentrum von anderen medizinischen Einrichtungen, die ebenfalls Tumore des Brustkorbes und der Atemwege behandeln? Da wäre zunächst die hervorragende medizin-technische Ausstattung und Logistik für die Diagnostik zu nennen, die in der Regel innerhalb weniger Arbeitstage eine Lungentumorverdachtsdiagnose feingeweblich bestätigen kann. „In der Regel benötigen wir nur noch drei bis vier Arbeitstage, um eine komplette Lungenkrebsdiagnose zu stellen und auch schon erste mögliche Behandlungsschritte einzuleiten“, erklärt Chefarzt Dr. Neumeister. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Pathologie der Universitätsklinik Köln kann im Rahmen des Netzwerks Genomische Medizin das Erbgut des Tumors in wenigen Tagen entschlüsselt und den Patienten neuartige Therapien angeboten werden.
 
Neben der hohen operativen Expertise des thoraxchirurgischen Teams um Chefarzt PD Dr. Hürtgen können die Patienten aber auch besonders in der Thoraxchirurgie geschulte Anästhesisten und Physiotherapeuten, die die Patienten postoperativ auffangen und betreuen, erwarten. Vor allem profitieren die Patienten aber von der langjährigen und engen Zusammenarbeit mit weiteren Behandlungspartnern wie den beiden strahlenmedizinischen Instituten Hohenzollernstr. und Dr. v. Essen oder der ausgewiesenen medizinischen Expertise unserer onkologischen Behandlungspartner wie der Onkologischen Praxisklinik Heymanns/Weide und Partner oder der Praxis Maasberg/Keller und Partner oder der onkologischen Tagesklinik um Frau Dr. Leifeld im St. Nikolaus Stiftshospital Andernach, um nur einige Kooperationspartner zu nennen. Letztendlich eröffnet jedoch auch die Diagnose und Behandlung in einem Lungenkrebszentrum vielen Patienten die Möglichkeit, innovative, noch nicht allgemein verfügbare Therapien beispielsweise im Rahmen von Studien in Anspruch nehmen zu können.
 
Mit dem Lungenkrebszentrum am Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur unter Leitung der Chefärzte Dr. Neumeister und PD Dr. Hürtgen verfügt Rheinland-Pfalz nun neben Trier und Mainz über ein drittes Lungenkrebszentrum. Es ist ebenfalls das dritte und größte Lungenkrebszentrum in der Trägerschaft der Barmherzigen Brüder Trier.

Auf seiner interdisziplinären Lungentumorkonferenz wurden im Jahr 2015 zu 630 Patienten Empfehlungen für Diagnostik und Therapie gegeben. Rund 850 Patienten wurden mit dieser Diagnose stationär und fast die gleiche Anzahl ambulant behandelt. Mit 283 Neudiagnosen im vergangenen Jahr und mehr als 300 lungenchirurgischen Eingriffen bei Lungentumoren steht es nicht nur geografisch an der Spitze des Landes.

 
 
 
 
 
 
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