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24.01.2018

Rückblick und Ausblick prägen Neujahrsempfang

Einen Blick zurückwerfen auf das Erreichte im vergangenen Jahr, aber auch wichtige Impulse setzen für das neue, und dabei die Region und die Mitarbeiter mitnehmen und aus erster Hand informieren - das war das Ziel des Neujahrsemfangs des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur. Zur zweiten Auflage hatte das KKM in den Marienhof nach Koblenz geladen. Gastrednerin war die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Rückblick und Ausblick prägen Neujahrsempfang

„Ich danke Ihnen für die Einladung und freue mich sehr, dass ich heute bei Ihnen sein darf“, sagte Bätzing-Lichtenthäler, die sich in ihrem Gastbeitrag dem Thema „Quo vadis, Krankenhausplanung?" widmete. „Ziel und oberste Maxime der Planung für das Land Rheinland-Pfalz ist und bleibt das, was auch im Landeskrankenhausplan festgeschrieben ist: Im Mittelpunkt steht der stationär behandlungsbedürftige Mensch. Es gilt flächendeckend eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung zu ermöglich. Ein Ziel, welches wir alle streichen“, unterstrich die Ministerin, in deren Ressort auch das Thema Gesundheit fällt.

Derzeit laufen auf Landesebene die Planungen für den Krankenhausplan, der erneut für sieben Jahre gelten wird. „Natürlich haben wir uns die Frage gestellt, ob wir trotz der Dynamik, die die medizinische Entwicklung mit sich bringt, eine aufwendige Planung über sieben Jahre erstellen sollen. Die Antwort ist ein deutliches Ja“, unterstrich die Ministerin. „Aus unserer Sicht macht nur ein langfristiger Zeithorizont Sinn. Den brauchen wir, um den Plan an zukunftsfähigen Versorgungsstrukturen auszurichten. Dabei orientieren wir uns an der zu erwartenden Entwicklung in den unterschiedlichsten Bereichen wie Medizin und Demografie. Und zudem ist auch für Sie eine nachhaltige Planung wichtig. Denn auch Sie brauchen Sicherheit bei der Planung.“

Neujahrsempfang 2018


In seinem Rückblick und Ausblick wandte sich der Ärztliche Direktor des Katholischen Klinikums, Prof. Dr. med. Jan Maurer, auch direkt an die Ministerin: „Wir, damit meine ich alle, die in irgendeiner Art und Weise am und für das Katholische Klinikum arbeiten, sind sehr stolz auf das, was wir in den vergangenen Monaten, Jahren und Jahrzehnten für unsere Patienten erarbeitet haben. Wir sind überzeugt, dass wir durch unsere Arbeit gerade auch die Interessensgebiete Ihres Ministeriums weitestgehend unterstützen und damit auch zum Gelingen Ihrer Politik im Norden von Rheinland-Pfalz beitragen.“

Als beispielhaft für die aus eigener Kraft bewerkstelligte Entwicklung des Katholischen Klinikums nannte Prof. Maurer unter anderem den Bau eines Herzkatheterlabors in Montabaur, den kompletten Neubau von zwei Stationen, die Eröffnung einer geriatrischen Fachabteilung in Montabaur sowie die Erweiterung der Stroke Unit und die Entwicklung eines Alterstraumatologischen Zentrums in Koblenz. Die Fallzahlen konnten so in den Jahren 2013 bis 2016 von 28.000 auf 32.000 stationäre und von 132.000 auf 155.000 ambulante Fälle gesteigert werden. „Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch den unermüdlichen Einsatz all unserer Mitarbeiter ermöglicht, die die damit verbundene Arbeitsverdichtung getragen haben.“

Mit Blick in die Zukunft unterstrich Prof. Maurer jedoch kritisch: „Uns ist sehr wohl klar, dass Wachstum durch Verdichtung Grenzen hat. In der Politik ist das offensichtlich noch nicht angekommen. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, mehr Patienten mit mehr medizinischem und pflegerischem Aufwand, mehr Dokumentationsaufwand, mehr Anträgen, mehr Qualitätsaufwand und mehr juristischen Auflagen bei einem sich abzeichnendem Fachkräftemangel immer besser zu versorgen. Die Schere zwischen Steigerung der Personal- und Sachkosten einerseits und den erlaubten Einnahmesteigerungen der Krankenhäuser anderseits klafft jedes Jahr weiter. Wir sehen auch, dass immer knappere Fördermittel zwar juristisch und politisch korrekt, jedoch nicht immer nach Maßgabe des medizinisch Sinnvollen vergeben werden.“

Neujahrsempfang

Abschließend skizzierte der Ärztliche Direktor des Katholischen Klinikums einen Blick in die Zukunft und nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise – in eine von Computern und Robotern geprägte Zukunft in einem Krankenhaus in 30 Jahren, in dem die menschliche Komponente kaum noch eine Rolle spielt. „Vielleicht eine überspitze, vielleicht aber auch eine untertriebene Zukunftsvision“, sagte Prof. Maurer, und unterstrich: „Gerne sind wir als Katholisches Klinikum bereit, in den notwendigen Gesprächen unsere Gedanken mit Ihnen auszutauschen und eine für Patienten, Land und Kostenträger medizinisch und wirtschaftlich effektive Lösung weiter voranzutreiben. Wir sind zur Mitgestaltung einer zukunftssicheren und modernen Krankenhauslandschaft bereit.“ 

In Anschluss an den vom Hausoberen Werner Hohmann moderierten offiziellen Teil, der musikalisch umrahmt wurde von (ehemaligen) Schülern des Musikgymnasiums Montabaur, trafen sich die rund 100 Gäste in der Cafeteria des Marienhofs noch bei Fingerfood zum Gedankenaustausch. Nach der Premiere im Vorjahr im Brüderkrankenhaus Montabaur war die Veranstaltung im Marienhof der zweite, aber sicherlich nicht der letzte Neujahrsempfang des Katholischen Klinikums. 

Bildergalerie zum Neujahrsempfang

TV-Beitrag zum Neujahrsempfang

 
 
 
 
 
 
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