08.10.2024

Vorhofflimmern: KKM führt neues Verfahren ein

Die Klinik für Elektrophysiologie und Rhythmologie am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur entwickelt sich stetig weiter. Kürzlich wurde die Methode der „Pulsed-Field-Ablation“ bei Vorhofflimmern etabliert und bereits erfolgreiche Eingriffe durchgeführt.

Bei der „Pulsed-Field-Ablation“ handelt es sich um eine neue Technik, die zur Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt wird. Bisher wurde Radiofrequenzstrom- oder Kryo-Ablation verwendet, welche über Hitze beziehungsweise Kälte eine Verödung ursächlicher Areale hervorrufen. Die „Pulsed-Field-Ablation“ basiert hingegen auf nichtthermischer Energie, in Form von elektrischen Impulsen, welche hochselektiv angewandt werden können.

Diese Impulse werden in sehr kurzen, hochenergetischen Stößen abgegeben und erzeugen kleine Poren in der Zellmembran, die letztlich zur Verödung verantwortlicher Areale im Vorhof des Herzens führen. Der Vorteil besteht in der selektiven und effektiven Ablation der Zielstrukturen unter Schonung angrenzender Gewebe. „Wir erhoffen uns von der Einführung der Pulsed-Field-Ablation noch effektiver und noch sicherer bei der Vorhofflimmerablation zu werden“, sagt Dr. med. Osman Balta, Chefarzt der Klinik für Elektrophysiologie und Rhythmologie. „Die Optimierung unserer Verfahren zum Wohle unserer Patienten ist ein wichtiger Begleiter in unserer täglichen Arbeit.“

Dr. med. Osman Balta