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22.10.2024

QM-Netzwerktreffen: KKM und BBT waren Gastgeber

Das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur und die BBT-Gruppe waren Gastgeber des 45. QM-Netzwerktreffens. Im Brüderkrankenhaus in Montabaur trafen sich einen Tag lang Mitarbeitende aus den Qualitätsmanagements aus den gesamten Bundesgebiet zum Dialog und zum Austausch. In gemeinsamen Workshops wurde zudem auch ganz konkret an unterschiedlichen Themen gearbeitet.

„Wir hatten schon im Jahr 2001 die Idee, Mitarbeitenden aus den Qualitätsmanagements zusammenzubringen“, sagt Alexander Neufang (nh-projekt), der gemeinsam mit Sonja Holzäpfel (ebenfallsnh-projekt) und Dr. Josef Mischo (Ärztliche Leitung) die Netzwerktreffen initiiert und organisiert. „Nicht jeder kann und muss das Rad neu erfinden. Unsere Treffen sind ein kostenloses Netzwerk, in dem nicht nur geredet, sondern vor allem auch gemeinsam gearbeitet wird. Wir schaffen nur den Rahmen und organisieren, den Input liefern dann zum Großteil die Teilnehmenden.“

In Montabaur standen unter anderem die Themen Ambulantisierung und Nachhaltigkeit sowie die neuesten Entwicklungen im Gesundheitswesen auf der Agenda. „Ich habe oft den Eindruck, dass sich hier die Crème de la Crème der bundesdeutschen Kliniken im Bereich QM trifft. Hier treffen sich diejenigen, die sich sehr intensiv mit den Patienten und dem Qualitätsmanagement beschäftigen. Das Engagement ist hoch, zum Beispiel auch in den Workshops. Wer hier mit dabei ist, der ist mit viel Herzblut bei der Sache. Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr die Zeit nehmen könnten, zu solchen Treffen zu kommen. Die wirtschaftliche Situation hindert aber viele daran, sich den Freiraum zu schaffen und für einen Tag zu einem solchen Netzwerk zu kommen. Das ist für mich absolut die falsche Entwicklung und kontraproduktiv. Kliniken, die QM vorübergehend einstellen und den Mitarbeitenden andere Aufgaben geben sind auf dem falschen Weg und haben nicht erkannt, dass sich Engagement in diesem Bereich immer auszahlt.“

Auch Alexander Neufang beobachtet diese Veränderung: „Vor Corona hatten wir bis zu 100 Teilnehmende bei den Netzwerktreffen, jetzt sind es im Schnitt 50 bis 60. Vielen Häusern geht es wirtschaftlich schlecht und sie können es sich nicht mehr leisten, einen ganzen Tag irgendwo anders bei einem Netzwerktreffen zu sein. Wir haben auch schon digitale und hybride Veranstaltungen ausprobiert, aber für den Moment ist es uns noch immer deutlich wichtiger, dass die Menschen zusammenkommen, in den Dialog kommen und sich persönlich austauschen. Davon leben diese Treffen und auch die Arbeit danach. Der Bezug ist ein ganz anderer.“

Umso wertvoller ist das, was die Teilnehmenden sich zum Beispiel in Montabaur gemeinsam erarbeitet haben. „Ein wunderbares Treffen“, zog Mit-Initiatorin Sonja Holzäpfel ein positives Fazit. „Toll organisiert vom KKM und der BBT ist einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig dieser Austausch ist und dass es für die Zukunft Veränderungen braucht. Es geht um Existenzen. Die Dringlichkeit war noch nie so groß wie heute. Wir müssen in den Häusern noch enger zusammenrücken, vor allem bei den Querschnitts-Themen. Es reicht nicht mehr aus, dass der QMler nur in seinem Büro sitzt und dort seine Arbeit macht. Wir brauchen Arbeitsgruppen und Foren, müssen unterschiedliche Verantwortliche im Haus zusammenbringen.“ Was Holzäpfel Mut für die Zukunft macht? „Der Auftrag, Patienten zu versorgen! Nicht das Drumherum.“

Für die Gastgeber, das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur und die BBT-Gruppe, zog Mitorganisatorin Claudia Stork (Regionalbereich Risikomanagement & Comliance) ebenfalls ein positives Fazit: „Ich habe den Austausch und die qualitativ sehr hochwertigen Vorträge als sehr gewinnbringend erlebt. Wir haben einen klaren Blick auf die Entwicklungen geworfen und auch gesehen, wo auch Bereiche wie Compliance und Unternehmensentwicklung immer häufiger an die Bereiche Qualitätsmanagement und Risikomanagement andocken. Dieser Austausch ist sehr wichtig. Für das KKM und die BBT war diese Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit sich vorzustellen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir noch mehr in die Vernetzung der unterschiedlichen Bereiche kommen müssen für eine qualitativ hochwertige Zusammenarbeit.“

Hintergrund

Seit dem Jahr 2002 gibt es das von „Holzäpfel und Neufang Projektmanagement (hn Projekt)“ gemeinsam mit Dr. Josef Mischo (Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer) initiierte QM-Netzwerk. An zwei Tagungen im Jahr nehmen derzeit im Schnitt zwischen 50 und 60 der insgesamt rund 600 Mitglieder teil. Die Teilnahme am Netzwerk und am Netzwerkportal ist kostenlos.

Weitere Infos: www.qmnetzwerk.de

 
 

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