26.07.2024

Vernissage zeigt Werke von KKM-Mitarbeiter Shadi Nseir

Vernissage zeigt Werke von KKM-Mitarbeiter Shadi Nseir

Das Katholische Klinikum Koblenz Montabaur hat mit einer Vernissage eine Kunstausstellung eröffnet, die an die Bombardierung des Brüderhauses in Koblenz vor 80 Jahren erinnert. Die Ausstellung zeigt neben historischen Bildern vom zerstörten Brüderhaus auch Kunstwerke von Shadi Nseir - ein Mitarbeiter des Katholischen Klinikums im Brüderhaus, der aus Syrien stammend den Krieg in seiner Heimat erlebt und erlitten hat. Als akademisch ausgebildeter Kunstmaler verarbeitet er seine Erfahrungen von Krieg und Flucht in beeindruckenden Bildern. Die Ausstellung ist im Erdgeschoss des Brüderhauses noch bis zum 22. September öffentlich zugänglich.

„Im Jubiläumsjahr 125 Jahre Brüderhaus würdigen wir einzelne wichtige Ereignisse in der Geschichte“, sagt Ralf Braun, stellvertretender Direktor Unternehmenskultur am KKM. „Ein wichtiges Ereignis war die teilweise Zerstörung des Krankenhauses bei der Bombardierung von Koblenz am 19. Juli 1944. Wir haben uns die Frage gestellt: Wie würdigen wir ein solch schreckliches Ereignis? Im Jubiläumsjahr, dessen Leitwort „Mit Mut und Freude weiter!“ aus dem Mund des Gründers der Barmherzigen Brüder, des seligen Peter Friedhofen stammt, ist unsere Erinnerung von christlicher Hoffnung und unerschütterlicher Zuversicht geprägt.“ 

Den unbändigen Optimismus von Peter Friedhofen habe man auch in einem der Mitarbeitenden entdecken dürfen, erläuterte Ralf Braun im Rahmen der Vernissage. „Shadi Nseir hat viele schlimme Erschütterungen erfahren im Krieg in seiner Heimat Syrien. Als Kunstmaler verarbeitet er diese Erfahrungen in seinen Bildern. Und er bewältigt das Erlebte so auf eine ganz besondere Weise: voller Glauben und christlicher Hoffnung.“

Vernissage

Mit Patricia Sandrieser wandte sich zudem eine Mitarbeiterin und Kollegin aus dem Katholischen Klinikum mit persönlichen Worten an Shadi Nseir: „Ich freue mich sehr, dass es in diesem besonderen Haus zu diesem besonderen Anlass möglich ist, deine Kunst zu zeigen. Deine Bilder und deine Geschichte beeindrucken mich. Du hast in kürzester Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und den Mut und die Hoffnung, die du ausstrahlst, auch in deinen Bildern verarbeitet. Vielen Dank dafür.“ 

„Das Malen während meiner Reise hört nie auf, sich immer wieder neu zu erschaffen und bietet mir ständig neue Wege“, sagte Nseir zu seiner Kunst. „Darüber hinaus verkörpert das Malen die Last von Krieg und Schmerz, die sich im Gemütszustand der Figuren widerspiegelt. Obwohl die Kunstwerke eine Vision beinhalten, die Aspekte des Schmerzes darstellen, verstecken sich diese hinter einer erzählerischen Maske. Dies ermöglicht dem Betrachter einen eigenen Eindruck zu erhalten und gibt ihm die Freiheit, sich eine Geschichte vorzustellen, die mit der eigenen Sichtweise und dem eigenen Leben übereinstimmt.“

Die Bilder von Shadi Nseir können käuflich erworben werden. Kontakt und weitere Infos gibt es per E-Mail an den Künstler: shadinseir1978@gmail.com

Vernissage