05.02.2025
Uro-onkologische Ambulanz: Wertvoller Austausch

Die im August 2024 im Brüderkrankenhaus Montabaur eröffnete Uro-onkologische Ambulanz der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur hatte kürzlich fachurologische und hausärztliche Praxen aus der Region zu einer Auftaktveranstaltung nach Montabaur geladen. Niedergelassene Mediziner und Interessierte folgten der Einladung - sowohl zu kurzen Fachvorträgen, als auch zur Besichtigung der neuen Räumlichkeiten. Besonders gewinnbringend für alle war der rege Austausch im Anschluss an die Vorträge und der wertvolle Dialog untereinander nach dem offiziellen Programm, der auch in Zukunft in ähnlicher Form fortgesetzt werden soll.
„Die angeregte Diskussion im Anschluss an das offizielle Programm habe ich als besonderen Moment erlebt“, sagte Dr. med. Alexander Höinghaus. Der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am KKM hatte gemeinsam mit Oberarzt Marcus Knape (Leiter der Uro-onkologischen Ambulanz) und Sabine Saal (stellvertretende Kaufmännische Direktorin am KKM) die Gäste begrüßt. „Dieser Austausch hat noch einmal die besondere Situation hier im ländlichen Raum aufgezeigt. Die Vernetzung mit den niedergelassenen Medizinern in der Region ist zur Entlastung der Praxen einerseits und zur zügigen Versorgung der Patienten andererseits unabdingbar. Die Resonanz auf die Veranstaltung empfand ich als positiv. Es hat sich gezeigt, wie wichtig die onkologische Therapie bei einem urologischen Krebsleiden ist. Besonders wenn man bedenkt, dass sich die medikamentösen Möglichkeiten in den vergangenen Monaten und Jahren zugunsten der Patienten merklich verbessert haben.“
Dies wurde besonders in den beiden Vorträgen deutlich, gehalten von zwei sehr renommierten und anerkannten Urologen: Prof. Dr. med. David Pfister, stellvertretender Direktor der Klinik und Polioklinik für Urologie, Uro-Onkologie, spezielle urologische und Roboter-assistierte Chirurgie an der Uniklinik in Köln, referierte zum Thema „Neue Ansätze in der Systemtherapie urologischer Tumore – Herausforderungen für den behandelnden Arzt“.
Prof. Dr. med. Guido Fechner (stellvertretender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Bonn) blickte auf „Das muskelinvasive Blasenkarzinom im Fokus der operativen und konservativen Uro-Onkologie“. „Die Vorträge unserer hochwertigen Gastdozenten, welche beide in Ballungsräumen tätig sind, unterstrichen noch einmal die hoch komplexen Zusammenhänge in diesem Themenfeld“, sagte Dr. Höinghaus.









„Ich habe schon kurz nach der Veranstaltung gesagt: Wer nicht da war, hat wirklich etwas verpasst“, freute sich auch Marcus Knape über die erfolgreiche Auftaktveranstaltung. „Die Vorträge waren hervorragend, die anschließenden Diskussionen sehr wertvoll. Aus meiner Sicht sollten wir solche Veranstaltungen in Zukunft regelmäßig durchführen.“ Und auch Alexander Höinghaus unterstrich: „Eine solche Veranstaltung, aber auch darüberhinausgehend die Etablierung einer regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenz, welche die interdisziplinäre Therapie der teils komplexen Erkrankungsbilder ermöglicht, ist aus meiner Sicht ein wichtiges zu verfolgendes Ziel."


