16.04.2026

Wie das KKM Ernährung und Nachhaltigkeit zusammendenkt

„Unsere Ernährung ist die Grundlage für unsere Gesundheit. Unseren Planeten. Unsere Zukunft.“ Unter diesem Leitgedanken beteiligt sich das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur im Jahr 2026 am Projekt „Healthy Hospital Food“. Ziel ist es, die Speisenversorgung für Patientinnen und Patienten gezielt weiterzuentwickeln – hin zu einer stärker pflanzenbasierten, vollwertigen Ernährung, die gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Ein interdisziplinäres Projektteam aus Küche, Diätassistenz und Ökotrophologie bringt seine Expertise ein, um bestehende Strukturen zu analysieren und neue, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um neue Gerichte, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Ernährung im Krankenhaus.

Fachlich begleitet wird das Projekt durch die Gesundheitsorganisation PAN DACH (Physicians Association for Nutrition Deutschland e.V.), der sich für eine stärkere Verankerung evidenzbasierter Ernährung in Medizin und Versorgung einsetzt – mit besonderem Fokus auf Prävention und Therapie.

Mehr pflanzlich, weniger Verschwendung

Im Mittelpunkt steht die schrittweise Anpassung des Speiseplans. Der Anteil pflanzenbasierter Gerichte soll erhöht werden, ohne dabei die Akzeptanz bei den Patientinnen und Patienten aus dem Blick zu verlieren. Gleichzeitig werden Prozesse rund um Einkauf, Planung und Zubereitung überprüft, um Ressourcen bewusster einzusetzen und Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Damit rückt ein Bereich stärker in den Fokus, der im Klinikalltag oft wenig sichtbar ist: die Klimawirkung der täglichen Verpflegung.

Küchenchef Michael Hammes (links) gemeinsam mit Regionalbereichsleiter Florian Nießing. Foto: Katharina Wohlgenannt PAN DACH
Küchenchef Michael Hammes (links) gemeinsam mit Regionalbereichsleiter Florian Nießing. Foto: Katharina Wohlgenannt PAN DACH

Wirkung messbar machen

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die systematische Evaluation. Erfasst werden unter anderem die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten, der Anteil pflanzlicher Mahlzeiten, die Auswahlhäufigkeit einzelner Gerichte sowie die Entwicklung von Lebensmittelabfällen, Kosten und CO₂-Emissionen. Ergänzend werden Mitarbeitende gezielt geschult, um nachhaltige Ernährung langfristig in der Praxis zu verankern. Durch den Austausch mit anderen teilnehmenden Kliniken können Erfahrungen geteilt und erfolgreiche Ansätze schneller übernommen werden.

Ernährung als Teil moderner Gesundheitsversorgung

Für Florian Nießing, Regionalbereichsleiter Gastronomie und Servicedienste, ist das Projekt ein wichtiger Schritt in die Zukunft: „Krankenhausverpflegung ist weit mehr als reine Versorgung – sie ist ein aktiver Bestandteil von Genesung und Prävention. Mit ‚Healthy Hospital Food‘ verbinden wir medizinische Qualität mit ökologischer Verantwortung. Unser Anspruch ist es, Gerichte anzubieten, die nicht nur gut schmecken und gut tun, sondern auch im Einklang mit den Ressourcen unseres Planeten stehen.“

Das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz: Ernährung wird nicht isoliert betrachtet, sondern als verbindendes Element von Gesundheit, Nachhaltigkeit und Verantwortung – für die Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt.