16.06.2026

Mit Virtual Reality den Ernstfall trainieren

Mediziner des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur und des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein haben in Koblenz gemeinsam an einer innovativen Fortbildung zur Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten teilgenommen. Im Mittelpunkt stand ein praxisnahes Training mit moderner Virtual-Reality-Technologie, das von der Firma Pfizer durchgeführt wurde.

Teilnehmende der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur und des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Tobias Fink und Chefarzt Prof. Dr. med. Samir Sakka übten die Versorgung einer kritisch kranken Patientin mit Lungenentzündung. In der virtuellen Simulation standen Diagnostik, klinische Einschätzung, Therapieentscheidungen und das strukturierte Vorgehen im interprofessionellen Team im Fokus.

Die VR-Technologie ermöglicht es, medizinische Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren, ohne Patientinnen und Patienten einem Risiko auszusetzen. Gerade in der Intensiv- und Notfallmedizin, in der schnelle Entscheidungen, klare Kommunikation und abgestimmtes Handeln entscheidend sind, bietet dieses Format einen besonderen Mehrwert. Die Teilnehmenden konnten komplexe Situationen aktiv durchspielen, Entscheidungen reflektieren und Handlungsabläufe im Team vertiefen.

Fortbildung Virtual Reality

Begleitet wurde der Workshop durch einen fachlichen Impuls der beiden Chefärzte Prof. Dr. med. Samir G. Sakka und Prof. Dr. med. Tobias Fink, der die wesentlichen Inhalte des Trainings einordnete: „Solche Fortbildungsformate sind für uns besonders wertvoll, weil sie medizinisches Wissen, praktische Entscheidungsfindung und Teamkommunikation miteinander verbinden“, betont Prof. Dr. med. Tobias Fink. „Virtual Reality ersetzt nicht die klinische Erfahrung, kann aber helfen, komplexe Situationen strukturiert zu trainieren und Abläufe im Team noch sicherer zu machen.“

Das Fazit der aktiv und beobachtend Teilnehmenden fiel eindeutig positiv aus: Der Workshop wurde als lehrreich, praxisnah und innovativ bewertet. Eine Wiederholung des Formats wird ausdrücklich begrüßt.