06.01.2026

Zukunft der Schmerzversorgung: Dialog in Schmerztagesklinik Montabaur

Auf Initiative der Deutsche Schmerzgesellschaft fand in der Schmerztagesklinik am Brüderkrankenhaus des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur in Montabaur ein fachlicher Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Klinikums, der Deutschen Schmerzgesellschaft und Tanja Machalet, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, statt. Ziel des Treffens war es, die Bedeutung der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie zu beleuchten, regionale Versorgungsrealitäten sichtbar zu machen und Impulse für die aktuelle gesundheitspolitische Debatte zu geben.

Die Schmerztagesklinik in Montabaur gilt seit Jahren als feste Größe in der Versorgung chronisch schmerzerkrankter Menschen in der Region. Die ärztliche Leiterin Jutta Maxeiner ist als Schmerztherapeutin Mitglied in der Deutschen Schmerzgesellschaft. Deren Geschäftsführer Thomas Isenberg suchte das Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Tanja Machalet und wählte als Ort dafür bewusst eine Schmerztagesklinik mit multimodaler Ausrichtung im Wahlkreis von Machalet als „lebendes Beispiel“ aus. Maxeiner war es bei dem Treffen besonders wichtig, die Komplexität und den Mehrwert der multimodalen Schmerztherapie deutlich zu machen. Der auf den ersten Blick hohe personelle und organisatorische Aufwand zahle sich aus, weil chronisch schmerzerkrankten Menschen nachhaltig Lebensqualität zurückgegeben werde. Zugleich sei der Besuch eine willkommene Gelegenheit gewesen, die Arbeit der Schmerztagesklinik bekannter zu machen und die Rolle der Klinik in der regionalen Versorgung zu unterstreichen.

Neben dem Dialog stand auch die Besichtigung der Schmerztagesklinik auf dem Programm.
Neben dem Dialog stand auch die Besichtigung der Schmerztagesklinik auf dem Programm.

Für die Deutsche Schmerzgesellschaft ordnete Geschäftsführer Thomas Isenberg den Termin auch in den größeren gesundheitspolitischen Kontext ein. Er dankte der Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses für den Besuch der Schmerztagesklinik in ihrem Heimatwahlkreis und machte deutlich, dass die aktuell in Berlin diskutierte Krankenhausreform chronisch Schmerzerkrankte nicht aus dem Blick verlieren dürfe. Bereits heute müssten viele Betroffene sehr lange auf eine adäquate Versorgung warten. Die Schmerztagesklinik am Katholischen Klinikum sei ein exzellentes Beispiel für eine hochwertige, vernetzte Versorgung, die eng mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zusammenarbeite und so eine stabile Betreuung in der Region sicherstelle.

Bundestagsabgeordnete Tanja Machalet unterstrich bei ihrem Besuch die besondere Qualität der Einrichtung: „Die Schmerztagesklinik am Katholischen Klinikum in Montabaur leistet seit vielen Jahren eine außerordentlich wichtige und fachlich herausragende Arbeit. Ich kenne die Einrichtung persönlich gut und weiß, wie professionell dort mit einem interdisziplinären Ansatz gearbeitet wird. Für viele Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen bietet die Klinik eine Versorgung, die weit über die reine medizinische Behandlung hinausgeht und ihnen oftmals erstmals wieder echte Lebensqualität ermöglicht.“

Auch die regionale Bedeutung stellte Machalet klar heraus: „Für unsere Region ist eine solche spezialisierte Einrichtung von großer Bedeutung. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir Angebote, die wohnortnah erreichbar sind, damit Menschen mit komplexen Schmerzsyndromen nicht durch lange Wege zusätzlich belastet werden. Ebenso wichtig ist, dass die Ärztinnen und Ärzte vor Ort dieses Angebot kennen und ihre Patientinnen und Patienten gezielt dorthin lotsen können – so lassen sich unnötige und belastende Odysseen im Gesundheitssystem vermeiden. Eine Schmerztagesklinik wie in Montabaur stärkt die regionale Gesundheitsversorgung ganz konkret und ist ein wichtiger Baustein für eine moderne, patientenzentrierte Versorgung.“

An dem Dialog nahmen teil (von links): Sabine Saal (stellvertretende Kaufmännische Direktorin), Jutta Maxeiner (Ärztliche Leiterin der Schmerztagesklinik), Tanja Machalet (MdB, Vorsitzende des Gesundheitsausschuss im Bundestag), Thomas Isenberg (Geschäftsführer Deutsche Schmerzgesellschaft), Prof. Dr. Tobias Fink (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie) und Christoph Heuser (Physiotherapeut).
An dem Dialog nahmen teil (von links): Sabine Saal (stellvertretende Kaufmännische Direktorin), Jutta Maxeiner (Ärztliche Leiterin der Schmerztagesklinik), Tanja Machalet (MdB, Vorsitzende des Gesundheitsausschuss im Bundestag), Thomas Isenberg (Geschäftsführer Deutsche Schmerzgesellschaft), Prof. Dr. Tobias Fink (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie) und Christoph Heuser (Physiotherapeut).

Mit Blick auf die Rolle der Politik ergänzte sie: „Der Austausch zwischen Kliniken, Verbänden und der Politik ist unverzichtbar. Nur wenn wir miteinander sprechen, können wir verstehen, wo Versorgung gut funktioniert – und wo Hindernisse bestehen, die wir politisch aus dem Weg räumen müssen. Das Gespräch hat erneut gezeigt, wie wertvoll dieser Dialog ist, um regionale Bedarfe sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Der Besuch machte deutlich, welche hohe fachliche Kompetenz die Schmerztagesklinik des Katholischen Klinikums bündelt und welche zentrale Rolle sie für die Versorgung chronisch schmerzerkrankter Menschen in der Region einnimmt. Der offene Dialog zwischen Klinik, Fachgesellschaft und Politik setzte zugleich ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der Schmerzmedizin im Rahmen der anstehenden Reformen.

An dem Austausch nahmen außerdem vom Katholischen Klinikum Prof. Dr. Tobias Fink, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Sabine Saal, stellvertretende Kaufmännische Direktorin, sowie Christoph Heuser, Physiotherapeut, teil.

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